Türkische Pogaca – gefüllte Brötchen (Originalrezept)

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Ich liebe Pogaca…wenn sie gut sind natürlich! Denn harte und trockene Pogaca sind eine realistische Gefahr. Die gute Nachricht: Mit diesem türkischen Pogaca Rezept löst sich diese Gefahr in Luft auf!

Ich kann dir versprechen, dass du nach diesem Rezept nach keinem anderen mehr suchen musst; das tu ich nämlich auch seit Jahren nicht mehr. Einmal diese gefüllten Brötchen gemacht und nie wieder andere gebraucht. 
(Und auch die türkische (Schwieger-)anne macht nur dieses Pogaca Rezept – das heisst was)

Denn meine Hefeteilchen sind so fluffig und weich, wie sie es nur sein könnten.
Das Verhältnis von Zucker, Salz und buttrigem Geschmack? Perfekt!
Der Hefeteig? Einfach und gelingsicher!
Form und Füllung? Ganz wie es dir schmeckt!

gefuellte Broetchen

Was sind Pogaca?

Pogaca (gelesen: Pooatscha, manchmal auch „Potscha“ genannt) sind türkische Hefeteilchen und beschreiben meist gefüllte Brötchen. Ab dem Punkt können sich die Pogaca aber in Form, Füllung und Geschmack unterscheiden.

In der Bäckerei werden die türkischen Brötchen meistens mit Salzlakenkäse (wie Feta) oder Kartoffeln angeboten. Dort gibt es sie auch aus einem Teig ohne Hefe mit Dille und Weisskäse. Du kannst sie aber auch mit geriebenem Käse, Oliven, Hackfleisch, Spinat oder sogar Schokocreme füllen.

Fluffige Pogaca vs. Pogaca vom türkischen Bäcker

Mein Pogaca Rezept ist so, wie du es ganz klassisch in türkischen Haushalten bekommst. Schaust du bei uns in Istanbul aber zum Bäcker, sind die Pogaca ein wenig anders.

Unsere fluffigen Pogaca werden dann eher als gefüllte Acma angeboten, während die Pogaca einen festeren Teig haben. Dabei wird Butter statt Öl verwendet, weswegen Pogaca vom türkischen Bäcker kompakter und buttrig-lecker sind. Da werden sie dann auch gerne leer als Brötchen angeboten.

tuerkisches Pogaca Rezept

Aber wie gesagt: Für einen türkischen Haushalt sind meine fluffigen gefüllten Brötchen echte Pogaca 🙂

Das brauchst du für die fluffigsten Pogaca

Weich, locker, fluffig, soft – nenn es, wie du willst. Diese Pogaca sind die besten. Ausschlaggebend ist der Hefeteig. Denn auch die leckerste Füllung schmeckt mit trockenen Pogacas nicht. Für diesen brauchst du:

  • Milch – manchmal werden Milch und Wasser gemischt und du kannst auch nur Wasser verwenden, aber ich bevorzuge nur Milch für richtig fluffige Pogaca.
  • Öl – geschmacksneutrales Öl, wie Sonnenblumenöl
  • Ei – wir brauchen vor allem das Eigelb zum Bestreichen. Ich gebe aber auch gleich das Eiweiss in den Teig. Hast du eine andere Verwendung für das Eiweiss, kannst du den Teig ohne zubereiten.
  • Salz
  • Zucker – ich mag meine Pogaca gerne etwas süsslich, ähnlich wie bei Brioche
  • Hefe – egal, ob frische Hefe oder Trockenhefe
  • Mehl

Für original türkische Pogaca brauchst du nur diese Zutaten. Theoretisch kannst du die Pogaca auch vegan zubereiten. Dafür nur Wasser verwenden und die Brötchen beispielsweise mit Öl oder Pekmez (Traubensirup*) bestreichen.

Als Füllung nimmst du einfach das, was du willst. Ich habe eine Mischung aus Salzlakenkäse (oder Feta) und geriebenem Käse (Kaschkawal, aber Gouda, Mozzarella und Co gehen auch) genommen. Bei Käse-Füllungen für die Pogaca wird gerne Petersilie dazu gegeben, aber das brauch ich nicht unbedingt 🙂

tuerkische pogaca

Tipp: Schwarzkümmelsamen nicht vergessen

Ja, du kannst Pogaca ganz einfach mit Ei bepinseln und sie so goldbraun backen. Aber die schwarzen Samen (Schwarzkümmel* bzw. „Cörek otu“ auf Türkisch) auf den türkischen Brötchen sind SO lecker. Die Kombi vom süss-fluffigen Teig, dem salzigen Käse und den herben Schwarzkümmelsamen ist doch das Beste an Pogaca… verzichte echt nicht drauf 🙂

Ansonsten kannst du die Pogaca noch mit Sesam bestreuen. Ich habe aber auch schon kreativere Varianten mit Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen oder Leinsamen gesehen.

Pogaca formen – so geht’s

Beim Formen von Potscha kennen Türken kein Limit. Ich habe schon Pogaca in Form von Blümchen, Kürbis, Bällen, Bäumen und Katzen gesehen. Der Klassiker sind aber einfache Brötchen und Gipferl.

Für die Brötchen drückst du den Teig flach, füllst die Pogaca und klebst dann alle Enden über der Füllung zusammen. Danach kannst du die runden Brötchen leicht formen.

Bei uns zuhause machen wir meistens eine Art Gipferl. Oval drücken, die eine Hälfte oben etwas einschneiden, unten füllen, aufrollen. Ich zeige dir in der Rezeptkarte wie du diese formst – ganz einfach. 🙂

Pogaca Rezept
Als der Blog noch jung war 🙂

Tipps für fluffige Pogaca

Meine türkischen Pogaca sind ganz einfach, aber damit sie so fluffig und weich wie versprochen werden, achte auf diese Tipps:

  • Teig nicht ausrollen, sondern flach drücken: Das hab ich mir bei Mama abgeschaut. Die meint, dass der perfekte Hefeteig für die Pogaca beim Ausrollen mit Mehl hart wird. Deswegen beöle die Arbeitsfläche ganz leicht und drücke den Teig einfach flach.
  • Hefeteig richtig gehen lassen: Das Gehenlassen vom Teig ist natürlich das Wichtigste. Aber keine Angst vor Hefeteig. Ganz ehrlich, ich hab noch nie den Ofen für das Gehenlassen angemacht und ich hab auch keine besondere Hefeschüssel. Zugedeckt wird die Schüssel bei uns mit Tuch, Teller, Tablett – was halt da ist. Such dir einfach einen warmen (oder schlichtweg nicht kalten) Ort zuhause aus und lasse den Teig schön gehen. Nach dem Formen der Teilchen lasse diese am Backblech nochmal gehen. 
  • gleichmäßig mit Eigelb bestreichen: Die Hefeteilchen müssen vor dem Backen mit Eigelb bestrichen werden. Achte darauf, dass du das wirklich gleichmäßig tust. Das Eiweiß kannst Du einfach in den Teig geben. Wir geben das Eiklar manchmal auch gerne der Katze. So profitieren alle von den Pogaca.  
Potscha Rezept

Pogaca: Haltbarkeit und einfrieren

Noch so eine tolle Sache an unserem Pogaca Rezept: Die Hefeteilchen werden nicht altbacken. Stattdessen sind sie auch am nächsten Tag noch super weich. Deswegen sind Pogaca auch der 0815-Proviant den Europa-Türken für die Autoreise in die Türkei zubereiten 👀

Du musst es aber gar nicht drauf ankommen lassen, denn du kannst die Pogaca super einfrieren. Wir haben mit der (Schwieger-)Mama früher auch zwei Kilo Mehl zu den Hefeteilchen verarbeitet. Was übrig bleibt, kommt einfach im Gefrierbeutel in den Tiefkühler.

Wenn du Lust auf Pogaca hast, musst du sie nur kurz in der Mikrowelle, am Kontaktgrill oder bei niedriger Temperatur im Ofen aufbacken. Du kannst sie aber auch einfach bei Zimmertemperatur auftauen lassen. So bist du mit den gefüllten Brötchen für die nächsten spontanen Gäste gewappnet und hast auch an faulen Tagen leckere Pogaca – gutes Gelingen und einen guten Appetit! 🙂

Schmecken dir die Pogaca, probiere auch:

Türkische Pogaca – Mamas Originalrezept

Gang: FrühstückKüche: türkisch
Portionen

20

Zubereitungszeit

20

Minuten
Backzeit

20

Minuten
Ruhezeit

1

Stunde 
Gesamtzeit

1

Stunde 

40

Minuten

Ich habe schon so viele Pogaca Rezept ausprobiert, aber mit diesem türkischem Original von Mama werden die gefüllten Brötchen so richtig weich und fluffig.

Kochmodus

Display bleibt an

Diese Produkte empfehlen wir

Zutaten

  • 350 ml 1 1/2 cup lauwarme Milch (oder Wasser)

  • 150 ml 5/8 cup Öl

  • 620 g 5 cup Mehl

  • 1/2 1/2 Hefewürfel (oder 1 Päckchen Trockenhefe)

  • 1 1 Ei (Eiweiß in den Teig, Dotter drüber)

  • 3 EL 2 EL Zucker

  • 1 EL 1 EL Salz

  • Für die Käsefüllung
  • 250 g 250 Feta

  • 50 g 50 geriebener Käse

  • optional Petersilie

  • zum Bestreuen
  • Sesam* und Schwarzkümmel*

Zubereitung

  • Löse die Hefe mit dem Zucker in der Milch auf. Füge nun Salz, Eiweiß und Öl hinzu. Vermische alles.
  • Füge langsam langsam das Mehl hinzu und knete währenddessen gut. Je länger du knetest, desto weicher und geschmeidiger werden die Pogaca. Knete immer weiter. Das Ziel ist ein geschmeidiger Teig mit der Konsistenz eines Ohrläppchens, der nicht mehr klebt.
    Ist er noch zu klebrig, füge eine Handvoll Mehl hinzu und knete gut weiter.
    Zu fest: Befeuchte Deine Hand und knete mit der nassen Hand nochmal durch den Hefeteig.
    Lass den Teig abgedeckt mindestens 45 Minuten gehen.
  • Bereite ein Backblech mit Backpapier vor. Fette die Arbeitsfläche mit wenig Öl ein und nimm immer jeweils einen Teigling in Mandarinengröße. Drücke den Teig auf dem Öl flach, fülle ihn und forme ihn nach Belieben. Lege die Pogaca auf das Backblech und mache dasselbe, bis der Hefeteig aufgebraucht ist.
  • Streiche die Pogaca mit dem Eigelb ein und bestreue sie mit Sesam und/oder Schwarzkümmel. Lasse die Pogaca am Backblech nochmal 20 Minuten gehen.
  • Backe die Pogaca bei 200 Grad ca. 20-25 Minuten goldbraun.
Ich freue mich immer über eure Kommentare oder Tipps und Erfahrungen mit meinen Rezepten. Hinterlasse mir doch gerne einen Kommentar unten 🧡
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